Fringelit – oder das Wunder eines Farbstoffs
Friedrich Kauffungen

Fringelit ist ein intensiv hell- bis dunkel-violetter organischer, fossiler Farbstoff. Er aggregiert mikrokristallin als mikroskopisch kleine Stäbchen und als Farbpigment eingelagert in die verzahnten Calcit-Zwillinge fossiler Seelilien-Wurzelstöcke. Das „Mineralienlexikon der Schweiz“ definiert: „Weltweit ist Fringelit der auffälligste und spektakulärste aller fossilen Farbstoffe aus Echinodermen.“

 

Von Ammoniten, Nautiliden und Pyrit-Konkretionen
Max Hiltbrunner

Wo einst vor Jahrmillionen im subtropischen Jurameer der Überlebenskampf tobte, ist es heute staubtrocken und friedlich. Und genau dort - in einer aufgelassenen Tongrube im Schweizer Jura - begann ich die Fossiliensuche. War beim Mineraliensammeln die Rede von Klüften in Bündnerschiefern und Zweiglimmer-Gneisen, so geht es jetzt u. a. um Birmenstorf-Schichten, Arietenkalk oder Renggeri-Ton. Suchte ich damals nach Bergkristallen, Anatas, Rutil und Titanit, sieht man sich nun mit Namen wie Cardioceras, Euaspidoceras oder Creniceras renggeri konfrontiert.

 

Brookite von Elm, Kanton Glarus
Kaspar Bäbler

Die ganze Geschichte mit der Strahlerei und den Brookiten hat auf dem Heimweg von einer Skitourenwoche im Gauligebiet begonnen. In Guttannen im Berner-Oberland besuchte ich die Mineralienausstellung von Ernst Rufibach, es war wie bei einem Virus, hochansteckend und praktisch unheilbar. Fasziniert von den wunderschönen Kristallstufen kaufte ich gleich ein Buch übers Strahlnen. Nebst Bergkristallstufen und andern speziellen Mineralien war da auch eine Stufe mit Brookiten aus Elm zu sehen. Ich war von diesen grazilen Plättchen total fasziniert. Dass es in Elm Bergkristalle gab, das wusste ich. Dass aber auch Brookite zu finden sind, war neu für mich.

 

Das Binntal und seine Bergwelt – ein Paradies für Strahler und Mineralogen
Patrick Krieger

Seit acht Jahren beschäftige ich mich mit der Welt der Mineralien und erkunde das Gebiet des Binntals und seine Umgebung. Ich bin ein begeisterter Sammler und liebe die Berge und die wunderbare Landschaft dieses Gebiets.  An dieser Stelle möchte ich über meinen phantastischen Fund von Rauchquarzstufen im Binntal berichten.

 

Minerale der Molybdänitlagerstätte am Alpjuhorn im Baltschiedertal (VS)
Nicolas D. Greber und Beda A. Hofmann

Im Zuge einer Masterarbeit an der Universität Bern und am Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern wurde das Molybdänitvorkommen am Alpjuhorn im Baltschiedertal untersucht. Neben Molybdänit wurden auch Scheelit, Ilmenit, Galenit, Ferberit und die Sekundärmineralien Ferrimolybdit und Powellit gefunden. Speziell am Galenit des Alpjuhorns ist, dass er eine oktaedrische Spaltbarkeit aufweist. Das Auftreten von Ferberit ist insofern erwähnenswert, da aus der Schweiz nur wenige Funde von Mineralien der Wolframit-Reihe (Ferberit-Hübnerit) bekannt sind.

 

Unerwarteter Prehnitfund im Bergell
Silvio Lareida

Das Bergell, ein Tal, das vom Engadin zum Comersee führt, ist in den letzten Jahren vermehrt Ziel der geologischen Forschung geworden. Die Zahl der neu aufgefundenen Mineralien wird von Jahr zu Jahr grösser. Trotzdem geniesst das Bergell unter Mineraliensammlern noch immer nicht die Beachtung, die ihm zusteht.

 

INFOS

Aktuell
Ausstellungen
Börsenkalender
Zentralvorstand
Rätsel
Sektionen 

© 2017 SVSMF - ASCMF
Joomzilla.com