Aussergewöhnlicher Milaritfund
Hansruedi Dittli

Noch lag in den höheren Bergregionen Schnee, was ein Suchen nach Mineralien und Bergkristallen anfangs Juni 2007 verunmöglichte. So entschloss ich mich, eines der Seitentäler zwischen den Gemeinden Hospental und Realp aufzusuchen. Diese Gemeinden liegen im langgestreckten Hochtal westlich von Andermatt. Die Seitentäler sind für ihren Mineralienreichtum bekannt. Besondere Vorkommen sind Quarz, Rauchquarz, Adular (Zwillinge, Drillinge und Vierlinge), gelber Titanit, violett gefärbter Apatit, Epidot in Garben, Chlorit, Desmin, Laumontit, Rutil, Periklin Siderit und Prehnit.

 

Auf der Spur der vielleicht grössten Seltene-Erdelemente-Mineralisation der Alpen
Mischa Crumbach, Stéphane Cuchet, Ate van der Burgt

Mit diesem Artikel beginnen wir etwas Ungewöhnliches. Die Autoren, allesamt langjährige Spezialisten für das Binntal und seine vielfältigen Mineralien, sind in den letzten 10 Jahren einer neuartigen Mineralisation mit seltenen Mineralien – meistens mit Seltene-Erdelementen (SEE) – auf die Spur gekommen. Diese Entdeckungsgeschichte ist ein Vorgeschmack auf die Artikel in den nächsten Ausgaben, die sich ausführlich mit den vielen Schweizer Neufunden und deren ungewöhnlicher Entstehungsgeschichte befassen werden.

 

Dimorphismus bei Ammoniten: Makroconche und Mikroconche
Peter Bitterli-Dreher

Im Sommer 2011 wurde mit einer grösseren Grabung bei Anwil der Eisenoolith der Anwil-Bank freigelegt (Strahler, 2/2012). Die Bank liegt im Dach des Schelmenloch-Members (früher Varians Schichten) der Ifenthal-Formation. Neben anderen Fossilien fanden sich tausende, teilweise gut erhaltene Ammoniten. Es dominierten die Familien Macrocephalitidae und Perisphinctidae. Da lediglich eine Woche zur Verfügung stand, konnte die Grabung nicht Schicht für Schicht von Hand ausgeführt werden, der Aushub erfolgte mit dem Bagger. Die Fossilien können darum meist nicht einzelnen biostratigraphischen Horizonten zugeordnet werden. Sie stammen aber alle aus dem etwa 65 cm mächtigen eisenoolithischen Mergelkalk der Anwil-Bank.

 

Ein Wegweiser durch die Gesteinswelt des Urserentals
Thomas Bolli

Nach jahrelanger Arbeit legt Toni Labhart die Geologische Karte des Urserentals vor. Das Gebiet gehört für Strahlerinnen und Strahler zu den spannendsten der Schweiz. Ein paar Hinweise kann man dem akribisch eingefärbten Papier entnehmen, aber Klüfte findet man deswegen nicht leichter.

 

Waschgold aus der Rhone unter dem Mikroskop
Honza Catchpole, Melisse Henry

Nicht alles Gold ist unter dem Mikroskop gleich. Das haben Untersuchungen von Funden aus der Rhone bei Genf gezeigt.

 

Tellur-reicher Canfieldit
Thomas Raber, Philippe Roth

Bis vor zwei Jahren war Tellur von keinem sicher bestimmten Lengenbach-Mineral bekannt. Das hat sich seitdem geändert, da in kurzen Abständen drei solche Mineralarten charakterisiert werden konnten. Über den Debattistiit haben wir an dieser Stelle in der letzten Nummer berichtet (De Battisti, 2013). Ferner konnte vor kurzem Prof. F. Nestola (Padua, I) winzige Einschlüsse in einem Sinnerit-Kristall als Coloradoit (HgTe) identifizieren.

 

 

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