Vom Bergsteiger zum Strahler – Erinnerungen eines Berners
Heinz Moser

Die Knochen sind alt und spröde geworden, die beiden Hüft- und Achselgelenke hingegen nigelnagelneu. Ein ehemaliger Schulkollege hat sie mir vor einiger Zeit eingesetzt. Und sie funktionieren. Für einen Gang zum Coop leidlich, für eine richtige Strahlertour allerdings zu wenig gut, umso mehr sich auch die beiden Knies bei jedem Schritt für die vielen mit Steinen jeweils prall gefüllten Rucksäcke der letzten Jahrzehnte mit herzhaften Stichen bedanken.

 

Fensterquarz 2 – an Allerheiligen
Yves Donnet-Monay

Schöne neue Entdeckungen in meiner alten Kluft – nach der Freilegung von drei neuen Hohlräumen mit Fensterquarzen (vgl. Artikel im Schweizer Strahler 3/2013). Wir schreiben Donnerstag, den 21. Oktober 2013…

 

Vom urzeitlichen Lebewesen bis zum Fossil – der lange Weg der Ammoniten (1.Teil)
Max Hiltbrunner

Kaum vorstellbar, aber hier, wo heute das Strassenschild „Ammonitenweg“ zur Tongrube Andil in Liesberg (BL) steht, war vor ca. 200 Millionen Jahren ein riesiges, subtropisches Schelfmeer! Durch enorme Kontinentalverschiebungen, Heben und Senken von Gebirgszügen und ständig wechselnden Meeresströmen und Überflutungen – veränderte sich laufend die Landschaft und damit die Lebensbedingungen der damaligen Meeresbewohner. Eine spannende Geschichte!

 

Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
Beda Hofmann, Michael Soom, Peter Kürsteiner, Stefan Graeser

Die Geologen H. R. Keusen und R. Hänni fanden im Jahr 2009 beim Vortrieb des Entwässerungsstollens unterhalb des Unteren Grindelwaldgletschers in der autochthonen Sedimentbedeckung des Aarmassivs ein faserig erscheinendes Mineral. Bei der röntgenografischen Untersuchung stellte sich dieses als Rectorit heraus. Dabei handelt es sich nach unserem Wissen um einen Erstnachweis für die Schweiz. Im gleichen Jahr gelang es zwei der Mitautoren (P. Kürsteiner und M. Soom), im Ibachtobel (Steinegg, Appenzell), in Calcit-Adern der subalpinen Molasse, das Tonmineral Dickit zu finden.

 

Ein verwirrendes Quarzaggregat
Silvio Lareida

Am 8. März 2013 machten der Strahler mit dem untrüglichen Blick für Kleinmineralien, Roberto Guglielmana, und ich einen Besuch bei meinem Strahlerkameraden aus der Zeit, in der ich es noch schaffte, selbst zu strahlen, Robert Westermaier in Flims GR. Dieser schenkte uns beim Abschied eine grössere Anzahl von Quarzstufen, Einzelspitzen und eine grössere Anzahl verheilter Scherben, die er nicht in der eigenen Sammlung wollte.

 

Weissbergit, ein Thallium-Antimon-Sulfosalz
Thomas Raber, Philippe Roth

Weissbergit ist ein Thallium-Sulfosalz mit der Formel TlSbS2. Obwohl die Grube Lengenbach vor allem aufgrund ihrer vielen Thallium-Sulfosalze bekannt ist, konnte das Mineral wegen des Vorherrschens von Arsen am Lengenbach nicht unbedingt erwartet werden. Die Entdeckung von Weissbergit, dem triklinen Antimon-Analogon des monoklinen Lorándits, ist daher aus verschiedenen Gründen bemerkenswert.

 

Yukonit von der Lärcheltini : ein weiteres Arsenmineral aus dem Binntal
Mischa Crumbach, Stéphane Cuchet, Nicolas Meisser

Die Lärcheltinizone im Binntal ist mittlerweile nicht nur wegen der klassischen Funde von Anatas, Magnetit, Hämatit, Monazit und Xenotim weltberühmt. Die in den letzten Jahrzehnten gemachten Funde von hervorragend ausgebildeten, weltweit sehr seltenen Arsenit-Mineralien tragen inzwischen ebenfalls zum Ruhm der Fundstellen bei. Von der Gorb stammt z.B. das weltweit neue Mineral „Graeserit“, teils begleitet von beachtlichen Goldblechen.
 

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